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Der Wert des Radfahrens in allgemeiner und  gesundheitlicher Beziehung

Radfahren als Leibesübung, also intensive körperliche Bewegung, lässt sich jedem Zweck auf das Feinste anpassen und ist  in dieser Hinsicht von anderen Leibesübungen “unschlagbar”. Es  gehört  zu den gesündesten körperlichen Übungen. Radfahren hat gewisse Vorzüge, z.B. vor dem Gehen und  Laufen, das bei längerer Dauer und bei gewichtigen und älteren Personen eine einseitige und oft nachteilige Belastung der Füsse und Gelenke und der Wirbelsäule mit sich bringt. Beim Radfahren trägt die Maschine das Gewicht und entlastet damit den Körper.

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Der Energieumsatz lässt sich beim Radfahren praktisch in jeder Höhe einstellen und regulieren. Bei langsamer Fahrt, die etwa dem Spazierengehen entspricht, ist er denkbar gering; bei höherer Geschwindigkeit und beim Bergauffahren wird er immer grösser und nimmt schliesslich Spitzenwerte der körperlichen Belastung an, was  nicht ohne vorheriges systematisches Training unternommen werden soll.

Gewichtsverminderung durch Leibesübungen zu erreichen, was gegenüber fragwürdigen Kuren mit pharmazeutischen “Mittelchen” oder gesundheitlich nie ganz einwandfreien Fastenperioden die einzige reelle Möglichkeit darstellt, lässt sich am besten und sichersten mit Radfahren durchführen. Eine Stunde Radfahren in sportlicher Form, d.h. zügig mit mindestens 15 km Stundengeschwindigkeit, lässt  etwa 250 g Körpergewicht verschwinden. Bei einer Halbtagesfahrt sind das 1000 g  Gewichtsverlust und das auf Dauer, wenn man danach durch eine zweckmässige Lebensweise einem  Wieder- ansatz vorbeugt.

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Für die Erhaltung und Wiedergewinnung der Gesundheit ist der besondere Wert des Radfahrens seit Jahrzehnten unumstritten. Führende Wissenschaftler und Ärzte empfehlen tägliches Radfahren  als bestes Mittel gegen Zivilisationsschäden aller Art, unter ihnen nicht nur Sportärzte sondern auch Allgemeinmediziner und ganz besonders Spezialärzte für Herz- und Kreislauferkrankungen. Nach Prof. Willdor Hollmann von der Sporthochschule Köln lassen sich durch Radfahren u.a. auch die Ursachen des Herzinfarktes ausschalten. Wirksam ist hierbei vor allem die Anregung der Blutzirkulation in vielen wichtigen Körperorganen. In dieser Hinsicht nehmen bestimmte Leibesübungen, das sind neben dem Radfahren noch Reiten, Schwimmen, Rudern und in gewissem Ausmass Ski-Langlauf, eine Sonderstellung ein und es ist wohl kein Zufall, dass hier ebenfalls eine völlige oder teilweise Entlastung vom Körpergewicht vorliegt. Radfahren lässt sich aber von diesen am leichtesten und einfachsten durchführen, wie es seinerzeit Walter Rütt, der erfolgreichste deutsche Radsportler aller Zeiten, der in völliger körperlicher und geistiger Frische ein sehr hohes Alter erreichte, treffend kennzeichnete: “Beim  Radfahren fängt der Sport  praktisch vor der Haustür an.”

 

Prof. Eugen Matthias (Zürich) nannte das Radfahren “ein wundersames gesunderhaltendes Mittel auch für Frauen und ältere Leute” und ähnlich äusserten sich der weltbekannte Sportarzt Prof. Reindell (Freiburg) und der amerikanische Herzspezialist Prof. White, der das  Herzleiden des Präsidenten Eisenhower erfolgreich durch von ihm empfohlenes Radfahren kurierte.